Allgemeines
Das Smith-Lemli-Opitz-Syndrom ist eine angeborene, behandelbare, autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung
der Cholesterin-Biosynthese (Häufigkeit 1:10-20000) mit charakteristischen Fehlbildungen und Dysmorphien und mentaler
Retardierung und wurde erstmalig 1964 beschrieben.
Seit 1993 ist die Ursache der Erkrankung bekannt, eine Mutation des 7-Sterolreduktase-Gens. Bisher wurden mehr als 40
verschiedene Mutationen gefunden, die zu einer verminderten Aktivität der 7-Dehydrocholesterin-Reduktase (EC 1.3.2.13) führen.
Das Spektrum der klinischen Symptome und der Schweregrad der Erkrankung sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es finden sich
schwere, z.T. letale Formen bis hin zu milden Formen, die wahrscheinlich noch immer zu selten diagnostiziert werden.
Therapie
Cholesterinsubstitution 40 - 100 mg/kg/Tag, Simvastatin 0,4 - 1,0 mg/kg/Tag (experimentell, kontrovers,
Gallensäurensubstitution, Vitaminsubstitution (ADEK), Sedierung (Schlafstörung), antikonvulsive Therapie.